Kurse auf Master-Stufe
Auf dieser Seite finden Sie die verschiedenen Kurse auf Master-Stufe zu den Spezialthemen des MCM.

Herbst
7,001: Medien- und Kommunikationsmanagement (Christian Fieseler & Miriam Meckel)
Neue Technologien stellen Unternehmen vor die Aufgabe, wandelnden Kommunikations- und Wettbewerbsverhältnissen gerecht zu werden. Richtig verstanden stehen Unternehmen und Organisationen in einem sich verändernden kommunikativen und technologischen Umfeld vielfältige strategische Möglichkeiten zur Verfügung, um mit ihren stärker und mächtiger gewordenen Anspruchsgruppen zu interagieren.
Die Vorlesung setzt hier an und beleuchtet aus ökonomischen, sozialen und technologischen Blickwinkeln, wie Kommunikationsprozesse und strategische Handlungsmöglichkeiten einhergehen. Die Vorlesung behandelt dabei insbesondere Aspekte der Unternehmenskommunikation sowie kommunikative Aspekte der Produkt- und Leistungserstellung. In der Vorlesung werden neben den Grundlagen des Medien- und Kommunikationsmanagements insbesondere die Auswirkungen neuer Technologien auf dieses vermittelt.
7,369: Global Communication and International Affairs (Miriam Meckel & James Davis)
Ziel dieses Kurses ist die Erforschung des Entstehens globalisierter Kommunikation im Kontext der IT-Revolution, der wirtschaftlichen Globalisierung und der sich ändernden internationalen Ordnung. Es werden die Auswirkungen der globalisierten Kommunikation auf Gesellschaften und unterschiedliche Publikumskreise untersucht.
Ein besonderes Gewicht liegt auf der Erarbeitung eines konzeptionellen Rahmens für die Analyse der politischen und normativen Ursachen und Folgen dieser Entwicklungen. Weiterhin stehen die bedeutenden Änderungen in der kulturellen Kommunikation (internationale, interkulturelle und globale Kommunikation) sowie die Mediensysteme und der Journalismus im Zentrum.
7,030: Informations- und Wissensvisualisierung für Geschäftsanwendungen (Martin Eppler)
Dieser Kurs führt in die Grundlagen und aktuellen Anwendungen der interaktiven Visualisierung im Organisations- und Geschäftskontext ein. Er gibt den Studierenden die Möglichkeit, sich in einem zukunftsträchtigen Gebiet der Wirtschaftsinformatik und des Kommunikationsmanagements zu vertiefen. Dazu erhalten sie im Kurs das psychologische, gestalterische und technologische Rüstzeug.
7,812: Understanding and Managing Knowledge - individually, in teams, and in organization (Martin Eppler)
Der Kurs bietet Studierenden die Gelegenheit, Themen aus den Bereichen Kommunikation, Management und Technologie als integrierte Herausforderungen und reale Probleme zu untersuchen. Er konzentriert sich auf hochmoderne Anwendungen der Informationstechnologie wie Wissensportale oder Wissenslandkarten sowie wichtige Trends wie virtuelle Gemeinschaften oder Wissensvisualisierung und die damit einhergehenden Fragen in Bezug auf den Umgang damit.
Um einen systematischen Einblick in diese Themen zu vermitteln, konzentriert sich der Kurs schwerpunktmässig auf drei Konzepte (wie Wissensarbeit) aus den angewandten Sozialwissenschaften und gestaltet diese auf drei relevanten Ebenen: der individuellen Ebene, der Teamebene und der organisatorischen Ebene. So erkennen die Studierenden Verbindungen zwischen dem Umgang mit Wissen auf persönlicher Ebene, auf Teamebene und innerhalb einer Organisation als Ganzes. Der Kurs erörtert die wichtigsten Probleme, die sich auf jede Ebene stellen, Theorien zur Erfassung der Probleme sowie heutige Lösungen für diese Probleme und deren mögliche Vorteile.
7,004: Forschungs-, Praxis-, Ventureprojekt, Gruppe 11 (Katarina Stanoevska-Slabeva)
Service-Orientierung und SOA, Mashups und Clouds sind Stichworte mit denen die wichtigsten Trends in der unternehmerischen Informationsverarbeitung bezeichnet werden. Um eine grössere Flexibilität und Agilität zu ermöglichen, greifen Unternehmen immer öfter zu Ressourcen die in Form von Services, Mashup Interfaces oder neu Clouds angeboten werden.
Fast alle unternehmerischen Funktionen können durch Serviceangebote abgedeckt werden. Eins der bekanntesten Beispiele für den Bereich Customer Relationship Management ist zum Beispiel Salesforce.com. Weitere Anbieter bieten Services zum Projektmanagement oder Kommunikation.
Für alle Softwareanbieter wie SAP, ist es von strategischer Bedeutung ihre Produkte an diese neuen Trends anzupassen. Welche Services jedoch von Relevanz sein werden, wie diese benutzt werden, und wann diese tatsächlich günstiger sind ist noch nicht ausreichend untersucht worden.
7,778: Psychoanalytisches Denken (Vincent Kaufmann)
Sexualität, Kultur, Religion, Ökonomie, Kunst, Gewalt, Neurose, Perversion, Psychose: zu all diesen Themenkreisen hat die psychoanalytische Theorie während des ganzen 20. Jahrhunderts wichtige theoretische Beitrage beigesteuert, die in der Lehrveranstaltung besprochen werden.
Mit einer kohärenten Theorie des Unbewussten, der Sexualität und der Konstitution der Subjektivität entsteht ein psychoanalytisches Menschenbild, das sich insbesondere vom «Homo oeconomicus» absetzt. Warum klappt es mit diesem Homo oeconomicus nie ganz? Was schliesst das ökonomische Denken aus? Wieso tendiert das Subjekt manchmal zur Selbstzerstörung? Oder allgemeiner: was muss in einer Gesellschaft verdrängt bleiben, damit sie überhaupt funktioniert? Und schliesslich: wie und wo kommt das Verdrängte zurück?
Die Lehrveranstaltung konzentriert sich einerseits auf die Klassiker der Psychoanalyse (Sigmund Freuds Werke), andererseits auf einige der wichtigsten Ergänzungen oder Abweichungen von dem theoretischen Modell Freuds (Georges Bataille, René Girard, Jacques Lacan, Gilles Deleuze).
7,708: Digital Technologies and Society (Izabela Mierzejewska Bozena)
Jedes neue Medium im Bereich Kommunikation oder Informationstechnologie scheint aufs Neue zu der Ansicht zu führen, es ändere die Wahrnehmung der Menschen und damit die soziale Realität. Zu ihrer Zeit hatten der Druck, die Fotografie, das Telefon, Radio, Film, Fernsehen und die Kabeltechnik bemerkenswert ähnliche Vorhersagen zur Folge. Heute gibt es derartige Bemerkungen zum Internet, zu Mobiltelefonen, drahtlosen Netzwerken usw. Wie aber wissen wir, ob die digitalen Medien die Gesellschaft verändern? Leben wir in einer Informationsgesellschaft?
Dieser Kurs untersucht die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Dimensionen der komplexen Beziehung zwischen den neuen Medien und der Gesellschaft. Er erforscht, wie neue Medien von unterschiedlichen Gemeinschaften in einem speziellen historischen Kontext von den Anfangsjahren der Druckmaschine bis hin zum Internetzeitalter genutzt wurden. Basierend auf historischen, theoretischen und populären Schriften erörtern wir im Kurs Themen wie die Geschichte der Medientechnologien; Globalisierung, Digitalisierung und Medienkonvergenz; Bedenken bezüglich Datenschutz, Piraterie und Sicherheit im Informationszeitalter. Ziel dieses Kurses ist ein kritisches Verständnis der Einbettung neuer Medien in verschiedene Facetten des Alltagslebens.
Frühjahr
8,062: Customer Value in der Medien- und Kommunikationsindustrie (Christian Fieseler & Katarina Stanoevska-Slabeva)
Die Medien- und Kommunikationsindustrie befinden sich im Umbruch: Etablierte Wertschöpfungsketten werden neu konfiguriert, und Medien-, Computer- und Telekommunikationsunternehmen verschmelzen bzw. konvergieren. Die daraus entstehende neue Medienbranche gewinnt relativ zu anderen Wirtschaftszweigen an Bedeutung und hat das Potential der Wachstumstreiber des 21. Jahrhundert zu werden. Die Veranstaltung will Studierenden das Spannungsverhältnis zwischen den veränderten Medienprodukten und Kunden- bzw. Anwenderansprüchen aufzeigen und ihnen adäquate Strategien für das Management vermitteln.
Die Struktur der Vorlesung ist in drei Blöcke gegliedert. Zu Beginn steht ein konzeptioneller Teil, in welchem die inhaltlichen Grundlagen gelegt werden. Aufbauend darauf werden in einem zweiten Block die Besonderheiten der TIME-Branchen und der veränderten Kundenwelt aufgezeigt. Gastreferenten aus den einzelnen Branchen geben einen direkten Eindruck der Herausforderungen und Problemlösungsansätze von ihren Unternehmen. Im dritten Block werden die beschriebenen Veränderungen aus der Sicht von Kommunikationsagenturen betrachtet. Die Studierenden können ihr erworbenes Wissen in Fallstudien und konkreten Übungen anwenden.
Die Macht visueller Metaphern: Graphische Brückenschläge im Management (The Might (and Mess) of Visual Metaphors: Bridging Worlds in Management through Imagery) (Martin J. Eppler)
Lässt sich Unternehmenskultur als Eisberg (nach Edgar Schein) besser verstehen? Kann Entscheidungsfindung als Abfalleimer realistischer beschrieben werden (nach Cohen, March und Olsen)? Ist Kommunikation ein Irrgarten mit vielen Sackgassen? Lässt sich eine Wachstumsstrategie als Baum abbilden? Dies sind nur einige der Fragen, welche dieser Kurs behandelt.
Denn nicht nur die Philosophie bedient sich visueller Metaphern (von Platons Höhlengleichnis bis zu Poppers Containermodell), auch Managementwissen lässt sich durch phantasievolle, bildliche Übertragungen erschliessen.In dieser Vorlesungsreihe werden Inhalte des Managements für einmal anders thematisiert, nämlich als graphische Metaphern. Wir tauchen ein in die bunte Welt der Selbst-, Team- und Unternehmensführung und erleben, wie einfache visuelle Metaphern komplizierte Managementtheorien, Modelle und Probleme strukturieren und verstehen helfen.
Begleitet werden diese Beispiele von theoretischen Reflektionen zum Wesen von Metaphern, Bildern und deren Wirkungsweisen sowie Risiken. Doch auch ganz praktische Fragestellungen zur ästhetischen Umsetzung visueller Metaphern werden im Kurs behandelt. Der Kurs vermittelt somit sowohl theoretisches Hintergrundwissen wie auch besonders praktische Handlungsanweisungen für den Gebrauch graphischer Metaphern bei der Vermittlung komplexer Erkenntnisse.